Lebensqualität von Jugendlichen mit Beeinträchtigungen am Übergang von der Berufsausbildung in die Berufstätigkeit – partizipative Entwicklung eines digitalen Befragungs- und Unterstützungstools (LeBe5)

Forschungsprojekt

Mit dem Projekt „LeBe5“ soll die Lebensqualität von Jugendlichen mit Beeinträchtigungen am Übergang von der Berufsausbildung in die Berufstätigkeit verbessert und damit der erfolgreiche Eintritt ins Erwerbsleben sichergestellt werden. Die relevanten Dimensionen der Lebensqualität der vulnerablen Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Beeinträchtigungen, insbesondere am Übergang von der Berufsausbildung an Berufsbildungswerken (BBW) zur Berufstätigkeit, sollen in einem ersten Schritt mithilfe eines partizipationsorientierten Forschungsansatzes herausgearbeitet werden (Peer- Interviews/Gruppendiskussionen). Parallel dazu werden, mithilfe einer Bedarfsanalyse bei den Absolvent:innen, auftretende Barrieren und als relevant erachtete Unterstützungsstrukturen an dieser Schwelle identifiziert und Fachkräfte in den BBW befragt, um die Passung möglicherweise notwendiger Interventionen sicherzustellen. Das erklärte Ziel des Projekts ist es, adäquate Unterstützungsmaßnahmen bei sich negativ verändernden Selbsteinschätzungen zeitnah und niedrigschwellig zu identifizieren und bereitzustellen. So sollen drohende Abbrüche präventiv verhindert und die Übergangsquote von der Ausbildung im Berufsbildungswerk in die Berufstätigkeit weiter verbessert werden. Das zu entwickelnde Inventar zur Erfassung der Lebensqualität und die Realisierung der Unterstützungsangebote in diesem Transitionsprozess werden in mehreren Iterationszyklen erprobt, weiterentwickelt und formativ evaluiert. Es werden hierbei verschiedene digitale Assistenztechnologien im Rahmen der Bedarfsanalyse abgefragt, um ein an die Zielgruppe angepasstes Unterstützungsinstrument zu identifizieren und im Projektverlauf zu entwickeln. Die Barrierefreiheit dieser Befragungs- (LeBe-Q: Questionnaire) und Unterstützungstools (LeBe-S: Support) ist dabei grundlegend, um beispielsweise auch jungen Menschen mit Wahrnehmungseinschränkungen oder Nutzer:innen verschiedener assistiver Technologien ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot zu bieten. Die Entwicklung des Tools erfolgt offen und explorativ um den individuellen Bedarfen der Nutzer:innen gerecht zu werden. Hierbei werden verschiedene Optionen (bspw. App, Augmented and Virtual Reality etc.) gleichwertig in die Exploration einbezogen. Die gemeinsam im Verbundprojekt aus Humboldt-Universität zu Berlin, Universität Leipzig, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufsbildungswerke in Kooperation mit fünf BBW-Standorten zu entwickelnden Tools sollen auf dieser Basis am Ende der Projektlaufzeit deutschlandweit an allen BBW-Standorten und perspektivisch generell in der Begleitung von jungen Menschen in der Transitionsphase von Ausbildung zur Berufstätigkeit einsetzbar.

Projektlaufzeit

01.04.2024 - 31.03.2028

Projektleitung

Mittelgeber

Bund Sonstige

Kooperationspartner

  • HU Berlin
  • Uni Leipzig
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Berufsbildungswerke (BAG BBW)

Förderprogramme

Ausgleichsfonds für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben